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The art of doing nothing

Wann hast du das letzte Mal nichts getan? Einfach Nichts!?

Kein Handy, keine Nachrichten, kein Podcast, keine Musik im Hintergrund, kein Bildschirm vor dir… einfach nur du und deine Gedanken. Deinen Gedanken mal wieder so ganz ihren freien Lauf lassen, einfach da liegen, ins Leere blicken oder die Augen geschlossen. Wann das letzte Mal geträumt, gefühlt, Vergangenes wieder aufkommen lassen, dir die Zukunft ausgemalt…
in die Stille hineinlauschen, verweilen, ohne bewusste Antrengung. Ohne Ablenkung, durch NICHTS.

Ohne Ziel,
einfach nur Sein.

Ich glaube wir müssen das wieder ganz neu lernen. Wir sind ständig in Aktion, werden mit Informationen und Bildern überhäuft, nehmen Termine wahr, erledigen noch dieses und jenes, noch schnell eine Bestellung hier, ein Telefonat da und die ganzen Nachrichten. Den Haushalt erledigen, nebenher ein Hörbuch hören, Up-to-date sein, Statusmeldungen, der neueste Feed.
Produktivität, Dinge erledigen, Listen abhaken, Neues Lernen.
Fortschritt, Wachstum und Erfolg lautet das Credo unserer Zeit.

Doch wann komme ich zur Ruhe? Wann gönne ich meiner Seele eine Auszeit? Zeit all das Erlebte, Erlernte und Gehörte zu verarbeiten, sakken zu lassen, zu reflektieren? Eigene Ideen und Gedanken aufkommen zu lassen. Was bereitet dir Sorgen, was macht dir Angst? Was gibt die Hoffnung? Wie geht es dir wirklich? Bist du fröhlich, zuversichtlich oder frustiert, enttäuscht oder gar wütend? Was sagt dein Körper?

Einfach mal bewusst abschalten und nichts tun. Vielleicht ist gerade jetzt ein ganz wunderbarer Zeitpunkt sich mal wieder Zeit zu nehmen für das Nichts, für ein bisschen lange Weile. Jetzt wo das öffentliche Leben ohnehin heruntergefahren ist, viele Veranstaltungen und Termine wieder abgeblasen wurden und Kontakte gering gehalten werden sollen. Und auch in dieser Jahreszeit, wo es so früh wieder dunkel wird, wir es uns zu Hause warm und kuschelig machen können.

Dazu brauchst du Nichts. Keinen Ratgeber, kein Workshop, keine Expertentipps. Einfach nur dich selbst. Probiere es aus. Es ist in Ordnung mal unproduktiv zu sein und nichts zu leisten. Es wird dir am Ende gut tun und dir vermutlich neue Energie geben. Es kann helfen dich neu zu fokussieren und dich nicht in all den lauten Stimmen in deinem Kopf zu verlieren. Vielleicht hilft es dir ganz neu zu verstehen was du eigentlich willst, vielleicht bekommst du ganz neue Gedanken und Ideen für dein Leben.

Ich bin mir sicher: es lohnt sich alle mal. Auch wenn das nicht sichtbar oder messbar ist.

Ja das ist ein Reminder auch ganz bewusst an mich selbst, denn ich tue das viel zu selten. Selbst jetzt wo ich viel Zeit hätte zur Ruhe zu kommen rattert es bei mir ständig was ich noch zu tun und zu erledigen habe.

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