• Buchtipps – meine persönlichen Best Reads

    Heute stelle ich euch einige Bücher vor, die ich sehr gerne gelesen habe und von Herzen weiterempfehlen kann. Vielleicht ist ja für den ein oder anderen von euch etwas dabei. Viel Spaß beim Durchstöbern und Schmökern.

    Photo by Florencia Viadana on Unsplash

    Biografien

    BECOMING: Meine Geschichte von Michelle Obama

    Alle mit denen ich mich bisher über dieses Buch ausgetauscht habe, waren hellauf begeistert von der Lektüre und das zu Recht – if you ask me ;).
    Die sehr lebhaft und authentisch geschriebene Autobiografie von Michelle Obama ist unglaublich facettenreich in den Themen, die sie anspricht. Die ehemalige First-Lady der USA gibt darin tiefe Einblicke in ihre persönliche Entwicklung von ihrer Kindheit über ihre berufliche Laufbahn bis hin zu ihrem Leben im weißen Haus. Ehrlich und lebensnah schildert sie all ihre Erfolge und Misserfolge, ihre Kämpfe, Träume und Hoffnungen.
    Ein Buch das inspiriert und zum Nachdenken anregt.

    Der Autor beschreibt seine Kindheit im Nordsudan geprägt durch das extremistische Islamverständnis seiner sozialen Umgebung. Sehr greifbar wird geschildert wie er schließlich Jesus kennenlernt, zum Christentum konvertiert, einen harten Bruch mit seiner Familie erlebt und schlussendlich in Deutschland landet.

    Ich muss zugeben, dass ich anfangs sehr skeptisch war das Buch zu lesen. Vor allem, weil ich es von Menschen, die konvertiert sind, schon oft erlebt habe, dass sie auf eine sehr pauschale und unsachliche Art und Weise ihre Ursprungsreligion verurteilen. Doch genau das tut Yassir Eric nicht. Es gelingt ihm seine eigenen Erlebnisse in ihren spezifischen Kontext einzuordnen. Und dabei sehr wohl zu differenzieren zwischen Muslimen, die Hass predigen und Muslimen, die sich für Frieden und Demokratie einsetzen. Damit fordert er heraus neue Perspektiven einzunehmen und in einen gemeinsamen interkulturellen, interreligiösen Dialog zu treten. Ein wahrer Brückenbauer!

    Neben seiner sehr bewegenden Lebensgeschichte gibt Yassir dem Leser/der Leserin in den letzten Kapiteln einige interessante Gedanken und Einblicke zum Thema Migration und Integration in Deutschland mit an die Hand.

    Persönlichkeitsentwicklung

    Girl, Wash Your Face: Stop Believing the Lies About Who You Are so You Can Become Who You Were Meant to Be von Rachel Hollis

    Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, mittlerweile gibt es auch eine Übersetzung auf deutsch. Wenn du aber mit Englisch ganz gut zurecht kommst, würde ich persönlich empfehlen das Original zu lesen. Es ist gut verständlich geschrieben und ich weiß nicht wie gut ihr Humor in der deutschen Version rüberkommt.

    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst von Alexandra Reinwarth

    Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert von Marie Kondo

    Spätestens seit ihrer Netflixserie dürfte Marie Kondo ein Begriff sein. Vielleicht gibt es aber ja den ein oder anderen, der noch nichts von ihr gehört hat oder bisher die Finger davon gelassen hat.

    Im Grunde genommen geht es der japanischen Ordnungskünstlerin darum, dass man seinen kompletten Besitz einmal ordentlich ausmistet und ordnet. Es ist nicht das Ziel so wenig wie möglich zu besitzen. Sprich es geht in erster Linie nicht um Minimalismus – wie viele möglicherweise annehmen – , sondern darum sich nur mit Dingen zu umgeben, die einem Freude bereiten. Und das kann selbstverständlich bei jeder/jedem sehr unterschiedlich aussehen.

    Dafür hat sie ihre eigene Methode entwickelt, die KonMari Methode. Man bekommt dabei sehr viele hilfreiche Tipps und Tricks mit an die Hand wie man am besten Schritt für Schritt vor geht und auf welche Aspekte man dabei achten sollte.

    In vielen Punkten ist sie sehr radikal und manches passt möglicherweise zur japanischen Lebensweise, lässt sich aber in Deutschland nicht ganz so strikt umsetzen (z.B., wenn es um das Aufbewahren bzw. Vernichten von Dokumenten geht – die deutsche Bürokratie lässt grüßen). Hier und da kommt in dem Buch immer mal wieder ein bisschen FengShui-Touch durch, was man aber auch getrost missachten kann. Die Methode funktioniert auch ohne.

    Auf YouTube gibt es mittlerweile auch zahlreiche Videos zum Thema ausmisten (decluttering) mit Marie Kondo. Falls jemand noch ein bisschen Inspiration oder Motivation braucht wie sich das Ganze auswirken kann.

    Romane

    Der Geruch des Paradieses: Roman von Elif Shafak

  • The art of doing nothing

    Wann hast du das letzte Mal nichts getan? Einfach Nichts!?

    Kein Handy, keine Nachrichten, kein Podcast, keine Musik im Hintergrund, kein Bildschirm vor dir… einfach nur du und deine Gedanken. Deinen Gedanken mal wieder so ganz ihren freien Lauf lassen, einfach da liegen, ins Leere blicken oder die Augen geschlossen. Wann das letzte Mal geträumt, gefühlt, Vergangenes wieder aufkommen lassen, dir die Zukunft ausgemalt…
    in die Stille hineinlauschen, verweilen, ohne bewusste Antrengung. Ohne Ablenkung, durch NICHTS.

    Ohne Ziel,
    einfach nur Sein.

    Ich glaube wir müssen das wieder ganz neu lernen. Wir sind ständig in Aktion, werden mit Informationen und Bildern überhäuft, nehmen Termine wahr, erledigen noch dieses und jenes, noch schnell eine Bestellung hier, ein Telefonat da und die ganzen Nachrichten. Den Haushalt erledigen, nebenher ein Hörbuch hören, Up-to-date sein, Statusmeldungen, der neueste Feed.
    Produktivität, Dinge erledigen, Listen abhaken, Neues Lernen.
    Fortschritt, Wachstum und Erfolg lautet das Credo unserer Zeit.

    Doch wann komme ich zur Ruhe? Wann gönne ich meiner Seele eine Auszeit? Zeit all das Erlebte, Erlernte und Gehörte zu verarbeiten, sakken zu lassen, zu reflektieren? Eigene Ideen und Gedanken aufkommen zu lassen. Was bereitet dir Sorgen, was macht dir Angst? Was gibt die Hoffnung? Wie geht es dir wirklich? Bist du fröhlich, zuversichtlich oder frustiert, enttäuscht oder gar wütend? Was sagt dein Körper?

    Einfach mal bewusst abschalten und nichts tun. Vielleicht ist gerade jetzt ein ganz wunderbarer Zeitpunkt sich mal wieder Zeit zu nehmen für das Nichts, für ein bisschen lange Weile. Jetzt wo das öffentliche Leben ohnehin heruntergefahren ist, viele Veranstaltungen und Termine wieder abgeblasen wurden und Kontakte gering gehalten werden sollen. Und auch in dieser Jahreszeit, wo es so früh wieder dunkel wird, wir es uns zu Hause warm und kuschelig machen können.

    Dazu brauchst du Nichts. Keinen Ratgeber, kein Workshop, keine Expertentipps. Einfach nur dich selbst. Probiere es aus. Es ist in Ordnung mal unproduktiv zu sein und nichts zu leisten. Es wird dir am Ende gut tun und dir vermutlich neue Energie geben. Es kann helfen dich neu zu fokussieren und dich nicht in all den lauten Stimmen in deinem Kopf zu verlieren. Vielleicht hilft es dir ganz neu zu verstehen was du eigentlich willst, vielleicht bekommst du ganz neue Gedanken und Ideen für dein Leben.

    Ich bin mir sicher: es lohnt sich alle mal. Auch wenn das nicht sichtbar oder messbar ist.

    Ja das ist ein Reminder auch ganz bewusst an mich selbst, denn ich tue das viel zu selten. Selbst jetzt wo ich viel Zeit hätte zur Ruhe zu kommen rattert es bei mir ständig was ich noch zu tun und zu erledigen habe.

  • #I imagine

    I imagine myself
    standing on the top
    of a hill.
    Arms strechted out wide
    dancing to the wiggle of light
    keep turnin‘ around and around
    till
    I can’t grasp it anymore
    and I fall on my back.
    Lying there on the ground
    surrounded by rotating pictures of life
    I’m in the eye of the swirl.

    Dizzy my mind

    I leave everything behind